persönliches Wissensmanagement (Teil 1)

Struktur mit Zetteln und Ordnern …

… in der digitalen Welt?  Ich meine hier nicht die unsortierte Loseblattsammlung auf dem Schreibtisch (oder wohlsortierte Papiere in Ordnern). Obwohl wir ja mit Tools immer versuchen, genau das in der digitalen Welt fortzuführen. Ich meine unsere Ablage von digitaler Information: Bookmarks, Snippets, Todo-Listen, Artikel, Personen, Verbindungen, …

Wir versuchen unsere Daten in Ordnern abzulegen, unsere Notizen zu Themen zusammenzufassen, die Informationen zu clustern und irgendwie einzudampfen. Warum eigentlich? Es ist der Versuch, „alles“ im Blick zu behalten und damit die Übersicht und letztlich die Kontrolle zu haben.

Kontrollverlust?

Wir verlieren die Kontrolle an den Daten, Informationen, Verbindungen usw. im Web 2.0. Ja. Wer noch zweifelt, kann sehr viel dazu auf dem Blog vom mspro lesen: CTRL-Verlust. Eigentlich finden wir das ja auch gut, zumindest wenn es andere betrifft (arabischer Frühling, Wikileaks, Guttenplag …).

Man muss den Kontrollverlust akzeptieren, ja sogar gut finden. Denn nur dann erkennt man die Vorteile, die in einem vernetzten System liegen. Man muss gar nicht alles selbst machen.

Vernetzt arbeiten, collaboration

Im vernetzten (Informations-)System suchen, speichern, bewerten und sortieren viele gemeinsam die Informationen. Dadurch entsteht deutlich mehr dokumentiertes Wissen als einer allein oder eine Gruppe, eine Abteilung zusammentragen könnte. Größtes Beispiel: Wikipedia.

Methoden

Eigentlich brauche ich nur eines: eine gescheite Suche. Wenn die Suche mir alles wieder hervorbringt, brauche ich keine Ordner, Listen, Cluster, Strukturen etc. Schönes Beispiel: GMail. Wer mit Google Mail arbeitet, weiß oft aus Erfahrung, das man anfangs noch versucht, Ordner anzulegen, um alles wie gewohnt in der Struktur wiederzufinden. Ein Kollege hat in Gmail schmerzlich hierarchiche Ordnerstruktur vermisst. In Wirklichkeit kennt Gmail keine Ordner, sondern nur Tags. Größter Vorteil von Tags ist, dass man einer Information mehrere Tags zuordnen kann. Versuchen Sie doch einmal eine Datei (oder eine Mail) in zwei Ordnern abzulegen.

Tags sind die wichtigste Methode, um die Suche zu unterstützen. Manchmal steht in einer Mail (respektive Information, Link, Snippet) einfach das wichtige Suchwort nicht drin. Dann hilft ein Tag, der mittels Suchfunktion diese Information wiederfinden hilft.

Fortsetzung

Sie warten jetzt auf eine Liste von „Tools“. Die habe ich mit Absicht nicht im ersten Teil. Erst wenn klar ist, wie ich vorgehen möchte, kann ich schauen, welches Tool mich am besten unterstützt. Kommt demnächst !

 

 

 

 

 

 

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